Die dem niedergelassenen Arzt zur Verfügung stehende Information
über Arzneimittel und deren Nebenwirkungen
ist in der praktisch zugänglichen Form, d.h. in Buchform,
unvollständig und z.T. überholt. Bei der dem Arzt für
die Weiterbildung zur Verfügung stehenden knapp bemessenen
Zeit, ist ihm nicht zuzumuten, Informationen durch Rückfragen
beim Hersteller oder durch eigene Literaturrecherchen einzuholen.
In eiligen Fällen und fern von seiner Praxis, am Krankenbett,
muß er jederzeit über eine vollständige Information
der von ihm weniger häufig gebrauchten Arzneimittel verfügen
können. Während auf dem Gebiet der medizinischen Diagnostik
Ansätze zu solchen Informationssystemen für die Differentialdiagnose
und z. B. die Auswertung von Elektrokardiogrammen bereits entstehen,
sind mit Ausnahme eines Telefon-Informationsdienstes in den Niederlanden,
keine Systeme bekannt geworden, die den Arzt mit objektiver Information
über Arzneimittel und Arzneimittelnebenwirkungen ad hoc versorgen.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hat
es sich deshalb zum Ziel gesetzt, einfache praktikable Systeme
zu entwickeln, die den deutschen Arzt mit objektiver Information
über Arzneimittel und ihre Nebenwirkungen versorgen.