| Antrag der KBV, ARO und DKD für DOMINIG III beim BMFT Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem AKAS, im Auftrag des ZI erstellt von W. Giere, 1973 (!) |
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Im einzelnen enthält er
Zur Identifikation der Dateizugehörigkeit (z.B. DKD-Patienten,
Patienten eines angeschlossenen niedergelassenen Arztes, Patienten
aus Spezialambulanzen usw.) dient das sogenannte Gruppenkennzeichen
(GKZ). Innerhalb dieses GKZ gibt es einerseits die Untermenge
aller vorkommenden Befundarten, gekennzeichnet durch das sogenannte
Auswahlzeichen (AWZ), andererseits die Untermenge der Patienten,
gekennzeichnet durch die Patientennummer (PNR), einem systemfreien
6-stelligen Schlüssel mit Prüfziffer.
Das AWZ gibt die Befundart an, sagt jedoch als solches nichts
über die Datenstruktur aus. Es ist durchaus möglich,
daß ein Thorax-Röntgenbefund mit dem AWZ "THO"
zunächst ein Jahr lang klartextlich diktiert wird, anschließend
via Markierungsbeleg kodiert und nach weiteren fünf Jahren
mit einer Online-Befundmethode erhoben wird. Das AWZ "THO"
liegt für einen Thorax-Röntgenbefund ein für allemal
fest.
Die Versionsnummer (VNR) gibt die jeweils gültige Datenstruktur
an. Diese VNR wird vom System vergeben. Andererseits ist es wichtig,
die pro Patient fortlaufend auftauchenden Befunde derselben Art,
gekennzeichnet durch das Auswahlverfahren, fortlaufend zu numerieren,
Sequenzen zu bilden. Hierfür ist die Datenstruktur wiederum
unerheblich. Es geht darum, die Reihung von Röntgenbefunden
einer Art bei einem Patientenbefund festzuhalten. Dazu dient die
laufende Nummer (LNR). Um diese computerintern zuteilen zu können,
muß pro Patient Buch geführt werden, welche und wieviele
Befunde bisher bei ihm vorgekommen sind.
Die genannten fünf Kriterien GRUPPENKENNZEICHEN, PATIENTENIDENTIFIKATION,
BEFUNDIDENTIFIKATION, LAUFENDE NUMMER DES BEFUNDES UND STRUKTURKENNZEICHNUNG
DES BEFUNDES muß der Identifikationsteil enthalten, wenn
Dateistrukturunabhängigkeit gewährleistet werden soll.
Hinzu kommen Angaben über den Arzt, der den Befund erhoben
hat, das Datum, an dem der Befund erhoben wurde und einige weitere
Informationen. Der Identifikationsteil sichert also unabhängig
von der Dateiorganisation für die patientenbezogene Dokumentation
den unerläßlichen hierarchischen Aufbau.
Die genannten Kriterien sind im SEPSAM-System berücksichtigt
und können ins AKAS übernommen werden..
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