| Antrag der KBV, ARO und DKD für DOMINIG III beim BMFT Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem AKAS, im Auftrag des ZI erstellt von W. Giere, 1973 (!) |
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Wir unterscheiden Speicherung der Originaldaten und Speicherung
in standardisierter Form zu Retrievalzwecken. Die Speicherung
der Originaldaten muß so lange beibehalten werden, bis der
Informationsgehalt der Primärdaten abgeklärt und hierüber
Einigkeit erzielt worden ist - d.h. auf vorläufig nicht absehbare
Zeit. Die in DIPAS gemachten Erfahrungen beweisen, daß die
Ableitung von Standardinformationen aus unterschiedlich strukturierten
Codes, Klartext- und Code-Klartextgemischen unter Zuhilfenahme
des erweiterten Thesaurus der Sektion Klartextverarbeitung sich
als Retrieval-Methode gut eignet, darüber hinaus jedoch den
Benutzer über die Konfrontation mit dem Ergebnis einer Analyse
seiner Primärdaten zum Nachdenken über den Informationsgehalt
anregt. Fortlaufende Verbesserung des Informationsgehalts konnte
erreicht werden. Solange jedoch ein Ende dieser Entwicklung nicht
abzusehen ist, muß mindestens ein repräsentativer Teil
der Primärdaten zu stets erneuten Standardisierungsversuchen
zur Verfügung stehen.
Es ist zu erwarten, daß die internationalen Bemühungen
um eine eindeutige Codifizierung medizinischer Inhalte (z.B. SNOMED)
in den nächsten Jahren zu brauchbaren Formen einer standardisierten
Darstellung (Metalanguage) führen. Die eigenen Erfahrungen
sollen durch intensive Kooperation mit allen auf dem Gebiet Beschäftigten
(insbesondere Prof. Wingert, Universität Münster und
Prof. Pratt, National Institute of Health, USA) ergänzt werden.
Langfristiges Ziel ist die ausschließliche Speicherung
standardisierter Codeketten, die aus den unterschiedlichen Primärinformationen
abgeleitet werden.
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