Antrag der KBV, ARO und DKD für DOMINIG III beim BMFT
Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem AKAS,
im Auftrag des ZI erstellt von W. Giere, 1973 (!)
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1.3.5.6 Datenpräsentation

Der Flexibilität der Ausgabesysteme kommt insgesamt besondere Bedeutung zu. Prinzipiell muß die Ausgabesystematik so geschaffen werden, daß dem Arzt gezielt nur das zur Verfügung gestellt wird, was er derzeit wirklich braucht. Hierbei ist mittelfristig zu prüfen, ob nicht durch graphische Darstellungen (mehrfarbige Kreise, bei denen Verzerrungen und Farbwechsel auf bestimmte Erkrankungen hindeuten) dem Arzt eine raschere Information über das eigentliche Problem zugänglich gemacht werden kann.
Unabhängig davon liegt eine besondere Schwierigkeit im

Formularwesen.

In jeder Praxis - gleichgültig ob für Allgemeinmedizin oder Fachpraxis - werden für verschiedene Zwecke (Patientenkartei, Rezepte, Überweisungsscheine, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen etc.) - Formulare verwendet. Das Ausfüllen geschieht derzeit teils von Hand teils mit Schreibmaschine. Es werden DIN-Formate benutzt, diese variieren jedoch von DIN-A 6 bis DIN-A 4, quer und hoch.
Das Formularwesen stellt hinsichtlich der Technik ein ernsthaftes Hindernis für die Einführung der Datenverarbeitung in die ärztliche Praxis dar, andererseits wäre Erleichterung des "Formularkrams" besonders gute Motivation zur Einführung.

Technische Schwierigkeiten

  1. Beibehaltung der Formulare:
    Es muß ein Druckwerk geschaffen werden, das mit einer Formularführung ausgestattet ist, die es erlaubt, mühelos Einzelformulare verschiedener Größen einzuführen und diese zu beschriften. Voraussetzung hierfür ist eine saubere Belegführung mit sicherem Zeilenvorschub beim Arzt; interne Speicherung des Formularaufbaues von seiten der EDV.
    Eine derzeitige Lösung bietet Vorteile für die sukzessive Umstellung, den Nachteil, daß die Formularfülle nicht reduziert und ein direkter Datenverbund nicht gefördert wird.
  2. Benutzung von Blankoformularen:
    Vorteil: Eine Papiersorte im Drucker, die fortlaufend beschrieben werden kann; EDV muß wie bei Lösung a) die verschiedenen Formate kennen und ausgeben; Nachteil: Papier muß in unterschiedlicher Größe geschnitten werden, auch der sonst vorgedruckte Teil muß von der EDV ausgegeben werden. Langfristig bietet diese Lösung den Vorteil, daß sie einen integrierten Direktdatenaustausch zwischen den beteiligten Ärzten und sonstigen Formularempfängern nicht im Wege steht.
Insgesamt muß dem Thema Formularwesen äußerste Aufmerksamkeit gewidmet werden, Absprache mit allen einschlägigen Institutionen ist erforderlich (z.B. Formularkommission der Kassenärztlichen Bundesvereinigung).

Für AKAS scheint die Benutzung von Blankoformularen

  1. technisch praktikabler
  2. zukunftssicherer zu sein.
Die Nachteile:
können durch verbesserte Technik (schnellere Druckwerke, Formularschneidemaschinen) und Absprache mit den Empfängern über die Zulässigkeit von Blankoformularen kompensiert werden.



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