1.3.3.7.3 Warum wird gerade der MMPI - Fragebogentest vorgeschlagen?
Der MMPI ist ein klinisch-psychologischer Fragebogentest,
über den die umfassendsten Erfahrungen gesammelt wurden.
Bislang wurden über 12.000 wissenschaftliche Untersuchungen über den MMPI veröffentlicht, der sich sehr
bewährt hat.
Es handelt sich um eine umfangreiche Item-
Sammlung, die sich beliebig zur Bearbeitung neuer Fragestellungen
und Zielsetzungen eignet.
Mit Hilfe der EDV läßt sich ein Programm erstellen,
das eine rasche Auswertung und Befunderstellung gewährleistet und Möglichkeiten dafür bietet, bereits vorliegende Erfahrungen und in Zukunft hinzukommende Ergebnisse
wissenschaftlicher Forschung nutzbar zu machen.
Die Informationen,
die der MMPI liefert, erstrecken sich über die wesentlichen
Persönlichkeitsbereiche und liefern darum ein relativ umfassendes
Bild des Patienten.
Die Daten, die der Fragebogentest liefert,
weisen in der Regel ein höheres Maß an Objektivität
auf als die Befunde, die ein einzelner Untersucher, ein Arzt,
mit den ihm zur Verfügung stehenden Fähigkeiten zur
subjektiven Wahrnehmung erheben kann.
Testdaten sind oft auch zuverlässiger. Sie bringen
die psychische Situation eines Patienten nicht selten unverfälschter
zum Ausdruck als die persönliche Befragung bei der Anamneseerhebung
, bei welcher der Patient bewußt oder unbewußt Sachverhalte
verschleiern oder verbergen kann.
Die Durchführung des MMPI
stellt an den Arzt relativ geringe zeitliche Anforderungen: Nach
einer persönlichen Einweihung kann der Patient den Fragebogentest
außerhalb des Sprechzimmers allein für sich beantworten.
In der Regel benötigt der Patient 1 ½ Stunden für
die Bearbeitung der Fragen.