1.3.4.2 Organisatorische Strukturen
Die Implementation des AKAS muß auf den vorhandenen Strukturen
aufbauen. Diese sind:
- die Einzelpraxis (vorwiegend Landpraxis)
- die Region mit räumlich benachbart angesiedelten Ärzten
(typische städtische Verhältnisse)
- die Gruppenpraxis in einem Ärztehaus (zentrale Gruppenpraxis)
- die Laborgemeinschaft (dezentrale Gruppenpraxis, Apparategemeinschaft) (zurück)
- die organisatorische Einheit, der KV-Bezirk
Die Konfiguration von Modellen muß diese bestehenden
Strukturen berücksichtigen: In dem Vorhaben "Einführung
der Datenverarbeitung in die ärztliche Praxis" wurden
die Anforderungen an Datenübertragung und Datenendgeräten
sowie an die anwendungsspezifischen Programme für die ersten
vier genannten Strukturen untersucht:
- In DIPAS wurden die ersten drei genannten Strukturen (Einzelpraxis,
Region, Ärztehaus) untersucht und typische Praxen mit Datenendgeräten
ausgestattet. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse können
unmittelbar in die Realisierung des AKAS einfließen.
- Im Teilprojekt "Informationssystem für den niedergelassenen
Arzt" INA unter Leitung von Dr. Schaefer, ARO, Kassel, wurden
speziell die Verhältnisse einer dezentralen Gruppenpraxis
mit Laborgemeinschaft analysiert und ein programmierreifes Konzept
erarbeitet. Auch diese Ergebnisse können im Bereich des AKAS
in einem Modellversuch unmittelbar genutzt werden.
- Verschiedene Kassenärztliche Vereinigungen haben die
speziellen Probleme bei dem Direktanschluß der Kassenärzte
eines überschaubaren Gebietes bereits untersucht und entsprechende
Konzeptionen entwickelt.
Damit lägen für alle derzeitigen Strukturen der ambulanten
ärztlichen Versorgung realisationsreife Modellkonzepte vor.