Antrag der KBV, ARO und DKD für DOMINIG III beim BMFT
Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem AKAS,
im Auftrag des ZI erstellt von W. Giere, 1973 (!)
Abkürzungsverzeichnis Inhaltsverzeichnis
weiter
zurück

1.3.4.2 Organisatorische Strukturen

Die Implementation des AKAS muß auf den vorhandenen Strukturen aufbauen. Diese sind:
  1. die Einzelpraxis (vorwiegend Landpraxis)
  2. die Region mit räumlich benachbart angesiedelten Ärzten (typische städtische Verhältnisse)
  3. die Gruppenpraxis in einem Ärztehaus (zentrale Gruppenpraxis)
  4. die Laborgemeinschaft (dezentrale Gruppenpraxis, Apparategemeinschaft) (zurück)
  5. die organisatorische Einheit, der KV-Bezirk

Die Konfiguration von Modellen muß diese bestehenden Strukturen berücksichtigen: In dem Vorhaben "Einführung der Datenverarbeitung in die ärztliche Praxis" wurden die Anforderungen an Datenübertragung und Datenendgeräten sowie an die anwendungsspezifischen Programme für die ersten vier genannten Strukturen untersucht:

  1. In DIPAS wurden die ersten drei genannten Strukturen (Einzelpraxis, Region, Ärztehaus) untersucht und typische Praxen mit Datenendgeräten ausgestattet. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse können unmittelbar in die Realisierung des AKAS einfließen.
  2. Im Teilprojekt "Informationssystem für den niedergelassenen Arzt" INA unter Leitung von Dr. Schaefer, ARO, Kassel, wurden speziell die Verhältnisse einer dezentralen Gruppenpraxis mit Laborgemeinschaft analysiert und ein programmierreifes Konzept erarbeitet. Auch diese Ergebnisse können im Bereich des AKAS in einem Modellversuch unmittelbar genutzt werden.
  3. Verschiedene Kassenärztliche Vereinigungen haben die speziellen Probleme bei dem Direktanschluß der Kassenärzte eines überschaubaren Gebietes bereits untersucht und entsprechende Konzeptionen entwickelt.

Damit lägen für alle derzeitigen Strukturen der ambulanten ärztlichen Versorgung realisationsreife Modellkonzepte vor.


weiter