| Antrag der KBV, ARO und DKD für DOMINIG III beim BMFT Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem AKAS, im Auftrag des ZI erstellt von W. Giere, 1973 (!) |
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Über programmierte Unterweisungssysteme könnte in solchen Zeiten jedem Arzt z. B. eine per Zufallszahlengenerator ermittelte "Frage des Tages" gestellt werden (Multiple-Choice-System). Wird sie richtig beantwortet, stellt das System ggf. eine neue Frage, wird sie falsch beantwortet, erläutert das System stufenweise den zugrundeliegenden Sachverhalt. (Ein Beispiel dafür - allerdings nicht EDV-unterstützt, sondern in Form von Heften - ist das Medical Knowledge Self Assessment Program des The American College of Physicians bzw. der Kongress-Gesellschaft für Ärztliche Fortbildung e. V.)
Daneben ist die Fortbildungsinformation über Notfallprobleme der Praxis, gegliedert nach den Fachgebieten, eine besonders dringliche und erfolgversprechende Aufgabe.
Darüber hinaus sollte die gebotene Fortbildung sich nicht nur auf den Arzt, sondern auch auf sein Praxispersonal beziehen.
Voraussetzung für diese Art ärztlicher Fortbildung ist das Vorhandensein eines dialogfähigen Datenendgerätes, d. h. eines Datensichtgerätes in der ärztlichen Praxis. Damit die Antwortzeit des zentralen Systems in vertretbaren Grenzen bleibt, ist dazu eine Datenübertragungsrate von mindestens 1200 Baud zu fordern; d. h. es sind bei Postleitungen wähl- oder festgeschaltete Telefonverbindungen notwendig. Das zentrale Rechenzentrum muß dabei jedem angeschlossenen Arzt im Mehrbenutzer-Echtzeitbetrieb zur Verfügung stehen.
Nach grundsätzlicher Implementierung eines solchen Fortbildungssystems muß selbstverständlich der sachliche Inhalt der programmierten Unterweisung laufend von Institutionen der ärztlichen Fortbildung gepflegt werden.
Zur Fortbildung muß auch Literatur in der Zentrale aufbereitet
werden und dann im AKAS zur Verfügung stehen. Zur stufenweisen
Einführung ist die Verwendung von Literaturmaterial zu empfehlen,
das bei der Dokumentation des wissenschaftlichen Springer-Verlages
(Berlin Heidelberg New York) verarbeitet wird: aus rund 2700 Zeitschriften
der Weltliteratur, aus Monographien und Tagungsberichten wählen
35 Redakteure (medizinische Fachleute) Veröffentlichungen
zum Referieren aus. Die Referate werden wiederum von Medizinern
(insgesamt 6000 freie Mitarbeiter) je nach Fachgebiet und Sprachkenntnis
angefertigt, dann von den Redakteuren klassifiziert und zu Referateblättern
("Zentralblätter") zusammengestellt. Die Einspeicherung
der einzelnen Referate - vor dem Druck - in das Informationssystem
bietet sich an.
Durch kritische Auswahl der Ausgangszeitschriften und daraus
der einzelnen Veröffentlichungen mit Fachleuten für
die einzelnen Gebiete ergibt den qualitativ hohen Stand dieser
Literaturdokumentation (detaillierte Berichterstattung).
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