| Antrag der KBV, ARO und DKD für DOMINIG III beim BMFT Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem AKAS, im Auftrag des ZI erstellt von W. Giere, 1973 (!) |
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Für das geplante AKAS soll daher von vorneherein die neugeschaffene
HDLC-Prozedur (High level data link Control-Prozedur) verwendet
werden, die sicher standardisiert ist und die genannten Nachteile
vermeidet.
Mit dieser neuen Prozedur ist ein leistungsfähiges sicheres
Datenverarbeitungsverbundnetz realisierbar. Allerdings ist der
Nachteil in Kauf zu nehmen, daß von den einzelnen Herstellern
bisher lediglich Labormodelle von den nötigen Hardwareanpassungen
(TP-Puffer) zur Verfügung stehen. Einige technische Manipulationen
und Übergangslösungen werden daher bei der Installation
des AKAS unvermeidbar sein. Man wird bei den Kleinrechnern und
Datenendgeräten überprüfen müssen, welche
Anteile der Prozedur hardwaremäßig und wieviele softwaremäßig
realisiert werden müssen.
Die Nachteile, bei der Realisierung des AKAS nicht auf eine
herkömmliche Prozedur aufzubauen, werden durch die Vorteile
voll wettgemacht.
Nach intensiven Verhandlungen mit dem Fernmeldetechnischen
Zentralamt der Bundespost und unseren Versuchen sind wir zu dem
Ergebnis gekommen, daß das preisgünstigste Datenübertragungsnetz
für mehrere Benutzer eine Ringleitung mit "Hauptanschlüssen
für Direktruf" (HFD) ist. Diese Art des Anschlusses
bietet folgende Vorteile:
Die Kosten für dieses Netz sind bei der für das Jahr
1974 geplanten Konfiguration mit Anschluß von 24 Ärzten
nicht höher, als wenn jeder Teilnehmer täglich ca. 100
Minuten mit dem Rechenzentrum kommunizierte. Weitere Teilnehmer
können ohne wesentliche Mehrkosten an die Ringleitung angeschlossen
werden, das zeitaufwendige Anwählen der DVA entfällt.
Den geschilderten Vorteilen steht der nicht unerhebliche Nachteil
gegenüber, daß die Ringleitung nach dem "polling/selecting"
Prinzip arbeitet, d.h. eine zentrale Steuerung mit prioritätsgesteuerter
Abfrage aller Stationen benötigt (NIC-Funktion, vgl. 1.3.4.3).
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