| Antrag der KBV, ARO und DKD für DOMINIG III beim BMFT Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem AKAS, im Auftrag des ZI erstellt von W. Giere, 1973 (!) |
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Die Kommunikationsrechner sind die letzte Instanz, auf der
Patientenprimärdaten verarbeitet werden. Die hier zu lösenden
DV-Probleme, insbesondere die automatische Deskription zum Aufbau
der Retrievalsysteme, die Ableitung von Sekundärinformationen,
die problemspezifische Aufbereitung und Selektion erfordern mittelgroße
DV-Anlagen mit gutem Realtime- und Teleprocessing-Eigenschaften.
Erfahrungen der ersten Phase des Forschungsvorhabens DIPAS
haben gezeigt, daß die routinemäßige Erprobung
der entwickelten Methoden der Datenerfassung, Vorverarbeitung,
Aufbereitung, Dokumentation und Präsentation im Modell-Informationsverbund
niedergelassener Ärzte nur mit ausreichend betriebssicheren
Rechenanlagen im NIC möglich ist.
Wie in Kap. 1.3.4.3 (Datenverarbeitungsverbundnetz) ausgeführt,
werden die Kommunikationsrechner (NIC) Doppelfunktion haben und
müssen spezielle technische Eigenschaften besitzen. Diese
Eigenschaften können zwar in einer Übergangsphase auch
von der 4004/45, wie sie am Rechenzentrum der Deutschen Klinik
für Diagnostik vorhanden ist, wahrgenommen werden, jedoch
ist dies keine wirtschaftliche Lösung. Moderne schnelle 16
Bit-Rechner mit Unibus-Prinzip reichen für die geforderten
Funktionen aus und sollen daher mittelfristig die Aufgabe des
NIC übernehmen. Der Rechner der DKD würde dann für
die gleichen Funktionen, wie die übergeordneten Rechenanlagen
der KVen (ISAAC) zur Verfügung stehen.
Aus Kontinuitätsgründen ist es jedoch unerläßlich,
die im Rahmen des DIPAS entwickelten Applikationsprogramme den
Benutzern, d.h. den angeschlossenen niedergelassenen Ärzten
weiterhin im täglichen Routinebetrieb zur Verfügung
zu stellen. Da es sich erwiesen hat, daß umfangreiche Benutzung
ohne manuelles Stand-By-System nur möglich ist, wenn die
zentrale Rechenanlage ausfallsicher konfiguriert ist, ist es unerläßlich,
für die Übergangszeit beim vorhandenen Siemens-System
alle betriebsnotwendigen Teile doppelt auszulegen. Um den notwendigen
Betrieb jederzeit aufrecht erhalten zu können, ist es jedoch
nicht erforderlich, eine voll symmetrische Konzeption zu wählen.
Es muß lediglich gewährleistet sein, daß Datenübertragung,
zentrales Steuerprogramm (SEPSAM), und Datenbasis mit der notwendigen
Log-Funktion (fortlaufende Datensicherung) vorhanden sind. Legt
man diese Minimalforderung zugrunde, kann das zweite System im
Kernspeicher halb so groß ausgelegt werden wie das erste
(128 KB). Besondere Anstrengungen sind zur Sicherung der Datenbasis-Verfügbarkeit
notwendig, da einerseits bei Ausfall einer Plattensteuerung immer
sämtliche angeschlossenen Laufwerke funktionsunfähig
werden, andererseits zum Betreiben der Anlage immer mindestens
ein verfügbares Laufwerk für das Betriebssystem notwendig
ist. Will man die Betriebsbereitschaft einer Zentraleinheit nicht
von der Plattensteuerung abhängig machen, verbleibt als wirtschaftlichste
Lösung die gezeigte Konfiguration mit drei Steuereinheiten,
von denen eine auf die eine oder andere Zentraleinheit umschaltbar
ist. Bezüglich der Magnetbandsteuerung ist der Gesichtspunkt
der Aufrechterhaltung der Log-Funktion ausschlaggebend, aus diesem
Grunde wurde als preiswerteste zusätzliche Bandeinheit die
langsame (30 KC) Magnetband-Zwillingseinheit gewählt (Abb.
7, 44K).
Die Auswirkungen von Hardware-Ausfall auf die Erfüllung
der Software-Funktionen im Kommunikationsrechner zeigt die nachfolgende
Tabelle 2. Daß es sich bei dieser Konstruktion um eine Übergangslösung
(DIPAS zu AKAS) handelt, sei noch einmal betont (vgl. 1.3.4.3).
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